Frühstück | Süßes aus der Küche

Der Osterhase klopft und möchte eine Scheibe Hefezopf. {Reim}

März 23, 2018
Oster-Hefezopf | kuchengeschichten

Was man da macht? Na, einen Hefezopf backen. Ist doch klar!

Oster-Hefezopf | kuchengeschichten

Ich muss ehrlich sein: ich hatte keinen speziellen Osterrezept-Post geplant. Ich meine – Ostern ist im Internet im Prinzip wie Weihnachten. Das ganze Internet ist voll von Ostern, Oster-Gewinnspiele, Osteranzeigen, Osterbilder, Ostertexte. Und ich dachte mir, dass ich darauf einfach mal verzichten könnte. Ostern war für mich, blogmäßig natürlich nur, also abgeschrieben. Bis, und hier kommt schon wieder ein Kollege ins Spiel, ich gefragt wurde, was am Blog eigentlich zu Ostern kommen wird. Und meine Antwort mit purem Entsetzen aufgenommen wurde. (Ooook, pures Entsetzen sieht anders aus. Aber zumindest ein wenig Unverständnis war deutlich zu erkennen.)

Oster-Hefezopf | kuchengeschichten

Und obwohl ein weiteres kleines Osterrezeptchen in der schier endlosen Masse der Osterrezepte vielleicht tatsächlich untergeht, überdachte ich meine Entscheidung noch mal kurz.

Und natürlich kam mir sofort dieser oberleckere Hefezopf in den Sinn, den wir schon früher immer zu Ostern gebacken haben, als ich noch gaaaaanz jung war und noch bei meinen Eltern gelebt habe. Praktisch also schon eine Ewigkeit her… 😂

Außerdem ist der Hefezopf zwar ein typisches Osterrezept, allerdings passt er auch ziemlich gut zu ungefähr tausend weiteren Anlässen. (Nur als Info für die Leute, die zum Backen einen bestimmten Anlass brauchen… 😉) Er ist also echt zu jeder Tageszeit (wirklich: Frühstück, Dessert, Kaffeetrinken, trallala und so weiter) und Jahreszeit ess- und backbar.

Oster-Hefezopf | kuchengeschichten

Und noch etwas hat mich einfach nicht los gelassen: es gibt noch kein süßes Hefe-Rezept hier am Blog! (Es gibt aber natürlich schon das [nicht süße] Ciabatta-Brot vom Wintergrillen.) Das erste süße Hefe-Rezept sollte der Bezeichnung also würdig sein. Und das ist dieses hier absolut und definitiv.

Hier ist nun also das gute Teil! Vorhang auf für den besten Hefezopf der Welt!

Hefezopf
Vorbereitungszeit
30 Min.
Zubereitungszeit
15 Min.
Arbeitszeit
50 Min.
 
Gericht: Frühstück
Portionen: 1 Zopf
Autor: rebi
Zutaten
Teig
  • 400 gr Weizenmehl 405er
  • 100 gr Dinkelmehl
  • 250 ml Milch lauwarm
  • 50 gr Zucker
  • 20 gr Hefe frisch
  • 80 gr Butter Zimmertemperatur
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei Zimmertemperatur
  • 1 TL Zitronenschale gerieben
Zum Bestreichen
  • 1 Ei verquirlt
  • Hagelzucker
Anleitungen
  1. Mehl in eine große Rührschüssel sieben.

  2. Milch leicht erwärmen (sie sollte nicht heiß sein, das mag die Hefe nicht - zu kalt allerdings auch nicht, das gefällt der Hefe auch nicht so gut...)

  3. Hefe und Zucker zur warmen Milch geben und rühren, bis sich alles gut aufgelöst hat.

  4. Die Milchmischung, die Zitronenschale, Butter, Ei und Salz zum Mehl geben und grob verrühren. Mit einem Rührgerät mit Knethaken etwa 10 Minuten gut durchkneten. (Wer kein Rührgerät hat, nutzt einfach seine Fingerchen! Aber Achtung: das kann gaaaanz schön anstrengend werden 🙂

  5. Der Teig sollte nach der Knetzeit schön glatt sein und einen großen Klumpen formen.

  6. Die Schüssel mit einem Tuch zudecken und den Teig an einem warmen Örtchen etwa 2 Stunden gehen lassen, oder bis sich sein Volumen in etwa verdoppelt hat.

  7. Nach der Gehzeit den Teig auf einer bemehlten Fläche von Hand gut durchkneten und bereit machen für's Formen!

  8. Die einfachste Variante ist ein geflochtener Zopf: Dazu den Teig in drei gleichmäßig große Stücke teilen. Jedes Stück nochmal schön durchkneten und zu einem langen Schlauch ausrollen. Die Schläuche sollten alle drei in etwa gleich lang und gleich dick sein. Die drei Schläuche wie gewohnt verflechten und zum Schluss die Enden zusammendrücken und leicht unter dem Zopf "verstecken".

  9. Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech verfrachten und mit dem verquirlten Ei bestreichen und nach Lust und Laune mit Hagelzucker bestreuen. (Ich lass den Hagelzucker meistens weg, bin einfach kein riesen Fan davon.)

  10. Nochmals 30 Minuten gehen lassen, dabei schon den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze (160° Umluft) vorheizen.

  11. Nach 30 Minuten den Zopf in den Ofen schieben und etwa 30 Minuten backen; bis er eine schöne hellbraune Farbe angenommen hat und ordentlich aufgegangen ist.

  12. Abkühlen lassen, in Scheiben schneiden, genießen!

    (Zum Beispiel mit Butter, mit Marmelade, Nutella, einfach so ohne irgendwas, Honig, und so weiter, und so fort)

Rezept-Anmerkungen

Übrigens:

  • Auch richtig lecker: das komplette Weizenmehl durch 630er Dinkelmehl ersetzen.
  • Die Zutaten lassen sich leicht verdoppeln - so können ohne Weiteres zwei Zöpfe auf einmal gebacken werden!
  • Wie ihr seht, habe ich den Zopf nicht geflochten. Bei mir hat eine leichte Faulheit durchgeschlagen 😉 Aber, wie ihr auch seht, sieht er auch einfach gedreht und zum Kreis geformt ganz schick aus! Nichts ist unmöglich.
  • Der Zopf schmeckt ganz frisch natürlich am allerbesten. Wenn er nicht mehr ganz so frisch ist, kann er aber ganz einfach in Scheiben geschnitten getoastet oder als süßer Auflauf (oder French Toast) weiterverarbeitet werden.

PS: Dekomäßig habe ich mich hier übrigens mal so richtig ausgetobt 🙂 – siehe:

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PPS: Freunde, noch ein weises Wort zum Schluss. Manchmal ist das Leben kompliziert. Manchmal auch verdammt beschissen kompliziert. Das ist normal. Aber manchmal macht man sich das Leben auch selber sehr schwer. Unnötig schwierig. Bitte, lasst das sein. Atmet durch, trinkt einen Tee, nehmt eure Lieben fest in den Arm und seht all die positiven Dinge. Davon gibt’s nämlich ne Menge und außerdem sind sie viel wertvoller und hilfreicher. Und jetzt: ab ans Hefezopf-Backen!

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