Neues | Oma hat gebacken. | Süßes aus der Küche

Omas Krapfen.

19. Februar 2021
Omas Krapfen | kuchengeschichten

Es ist wieder so weit: pünktlich zur Fastenzeit gibt es ein Rezept von Oma. Ich will wirklich nur sicher gehen, dass du zu Coronalockdownzeiten nicht auch noch auf die Idee kommst, zu fasten… 🤪 (Sollte das natürlich dein ausdrücklicher Wille sein, dann bitte – mach!) Aktuell hilft doch wirklich jedes Stück Kuchen und jede Tafel jeder Riegel Schokolade, die Tage etwas annehmbarer zu machen. Hier zumindest.

Jetzt, wo die Tage einander gleichen wie Butter und Margarine…
(NICHT! das war natürlich nur ein kleine Test…) ist doch jedes Highlight ersehnenswert wie eh und je. Highlights können dabei sein (Liste bitte beliebig ergänzen): Schokolade auf den morgendlichen Haferflocken, zwei Schokoküsse zum Vormittagssnack, Torte nach dem Mittagessen, zwei Mittagsschläfchen jeweils vor und nach dem Mittagessen, der Gang zum Briefkasten, Kaffee mit Karamellsirup.

Omas Krapfen | kuchengeschichten

Das Highlight der letzten Woche waren definitiv die selbstgemachten Krapfen. Früher hat Oma die kleinen Teilchen immer an Silvester gebacken, aber dann ist ihr Rezept vorübergehend in Vergessenheit geraten. Wiedergefunden wurde es in der losen Rezeptblattsammlung, die seit einigen Monaten nach Ordnung schreit… nun ja, der Lockdown wird ja wohl noch etwas andauern.

Omas Krapfen | kuchengeschichten

Omas Krapfen bestehen aus Hefeteig, der kreisrund ausgestochen und dann frittiert wird. Direkt nach dem Frittieren werden die süßen Teilchen dann in Zucker gewälzt, damit… nun ja, weil halt. Hast du etwas schon mal Kräppel-Kreppel-Berliner-Pfannkuchen-Krapfen ohne Zucker (oder ohne Guss) gegessen? Na bitte. Deshalb eben.

Außerdem, aber das bilde ich mir vielleicht auch ein, bleiben sie dadurch saftiger und frischer. Trotz der möglicherweise selbst erdachten Zucker-Konservierung solltest du die Kräppel-Kreppel-Berliner-Pfannkuchen-Krapfen mit Zucker nicht allzu lange aufbewahren. Persönlich finde ich ja, dass sie am allerersten Tag, also praktisch direkt nach dem Backen, am allerallerbesten schmecken.

Omas Krapfen | kuchengeschichten

Wenn du merkst, dass du mehr Kräppel-Kreppel-Berliner-Pfannkuchen-Krapfen hast, als du essen kannst, dann frier doch einfach ein paar Portionen ein. Die sind nämlich zu der Zeit und suuuper schnell wieder aufgetaut!

Ein Tipp zum Frittieren habe ich dann doch noch, bevor wir zum Rezept kommen: Ein Küchenthermometer ist günstig und so, so hilfreich. Wenn die Temperatur zu hoch ist, werden die Krapfen dunkel und trocken, oder sogar, und das weiß ich aus erster Hand, innen komplett hohl. (Da tut sich die Frage auf: sieht noch jemand, außer mir, die Gemeinsamkeit zwischen zu heiß gebackenen Krapfen und einigen alternativen Zeitgenossen…?) Egal, zurück zum Thema. Ist das Fett zu kalt, saugen sich die Krapfen damit voll, werden matschig-pampig und nicht gar. Schau mal auf meiner Equipment-Seite nach, dort siehst du, welches ich nutze und super gerne mag.

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Jetzt aber: Rezept!

Omas Krapfen | kuchengeschichten

Omas Krapfen

rebi
Süß, saftig, mit einem (ok, zwei) Happs im Mund… und so riiichtig schön krümelig, durch den Zucker, in dem sie gewälzt werden. Diese Krapfen sind einfach die besten!
5 von 1 Bewertung
Zubereitungszeit 2 Stdn.
Gericht Kaffeetrinken
Land & Region Deutschland
Portionen 25 Stück

Equipment

  • Küchenthermometer

Zutaten
  

Teig

  • 500 gr Mehl
  • 100 gr Butter Zimmertemperatur
  • 100 gr Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Würfel Hefe
  • 100 ml Milch Zimmertemperatur

Sonstiges

  • 750 gr Fett zum Ausbacken
  • 150 gr Zucker zum Wälzen

Anleitungen
 

  • Die Hefe in der Milch mit einem Teelöffel Zucker zerbröseln und etwa 10 Minuten stehen lassen. Bekommt die Mischung leichte Blässchen (bzw. tut sich überhaupt irgendwas), dann ist das ein sehr gutes Zeichen, und die Hefe lebt noch. Falls überhaupt gar nichts passiert, solltest du direkt an diesem Schritt abbrechen und einen neuen Hefewürfel besorgen.
  • Mehl, Butter, den restlichen Zucker und die beiden Eier zusammen mit der Hefe-Milch-Mischung in eine Schüssel geben und sehr gut verkneten. Am besten geht das initial auch mit einem Rührgerät, aber da der Teig recht fest ist, solltest du spätestens nach dem initialen verkneten die Hände nutzen und noch etwas kräftig weiterkneten.
  • Den Teig eine Stunde an einem warmen, zugluftfreien Ort abgedeckt gehen lassen.
  • Auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 cm dick ausrollen und mit einem Glas (Durchmesser etwa 5 – 7 cm) Kreise ausstechen. Diese auf ein Backblech legen, mit einem Küchentuch abdecken und nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Fett in einem nicht allzu breiten, etwas höherem Topf auf 160 – 170°C erhitzen. Es sollte irgendwo dazwischen liegen, weil bei über 170° meine Krapfen sehr schnell sehr dunkel wurden.
  • Mit einer Schaumkelle nacheinander 2 – 3 Krapfen in den Topf geben und insgesamt 3 – 4 Minuten backen. Dabei zwischendurch wenden.
  • Wenn sie gut braun und aufgegangen sind, nimm die Krapfen mit der Schaumkelle aus dem heißen Fett und lege sie auf einen mit Küchenrolle ausgelegten Teller. Während die nächsten Krapfen ausbacken, kannst du die erste Fuhre bereits in einer Schüssel mit Zucker wälzen und dann auf einen finalen Teller legen.
  • Fahre solange damit fort, bis der ganze Teig aufgebraucht und ausgebacken ist.
  • Fertig! Guten Appo!

Notizen

  • ich empfehle dir wirklich ganz dolle, mit einem Küchenthermometer (oder natürlich direkt einer Fritteuse) zu arbeiten, um die Fetttemperatur gut zu treffen. Ist die Temperatur zu kühl, saugt sich der Krapfen mit Fett voll; ist sie zu heiß, verbrennt er und/oder geht zu schnell auf und wir nicht so schön saftig-fluffig. Schau mal, ich nutze dieses hier (<< Link).
  • Ich habe Kokosfett zum Ausbacken genutzt, aber nutze gerne, was du zuhause hast 🙂
  • Achtung: wenn du die Krapfen in das heiße Fett gibst, sinkt die Temperatur oft etwas. Reguliere gegebenenfalls etwas nach, sollte sie zu lange zu tief sinken.
  • Die Krapfen lassen sich perfekt einfrieren und nach Bedarf auftauen.
Du hast das Rezept getestet?Poste es mit @kuchengeschichten auf Instagram!

Viel Spaß damit, happy Freitag und happy Fastenzeit Krapfenzeit!


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