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2019 in Büchern.

24. Januar 2020
Rückblick auf 2019 in Büchern | kuchengeschichten

Huhu Freunde, ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr seid bereit für’s Wochenende! Kurze Frage – wer hat sich vorgenommen, in 2020 mehr zu lesen? Sei es der „gute Vorsatz“ – oder auch nicht: wer gerade auf der Suche nach Lesestoff ist, dem sei mit diesem ganz besonderen Jahresrückblick geholfen. (Du suchst noch mehr Lesestoff? Hier ist mein Rückblick auf 2018, in Büchern.) (Und noch eine Klammer: neeein, noch ist es nicht zu spät für Jahressrückblicke bzw. für 2019 in Büchern – es ist ja schließlich noch nicht mal Februar!)

Ich habe es letztes Jahr tatsächlich geschafft, wieder ordentlich zu lesen. Auch wenn die meisten gelesenen Bücher, zugegebenermaßen, im Urlaub zusammengekommen sind. Im Alltag schaffe ich meistens so 2 – 3 Seiten, maximal. Dann lege ich entweder das Buch weg und schlafe ein, oder ich schlafe direkt mit dem Buch in der Hand ein. Egal wie, über ein paar Seiten komme ich abends einfach nie hinaus. Kennt das vielleicht sonst noch jemand…?

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Die Bücher sind übrigens in der jeweiligen Überschrift direkt verlinkt, sollte jemand weitere Infos suchen ooooder das Buch direkt kaufen wollen 😉


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2019 in Büchern - Die besten Bücher aus 2019 | kuchengeschichten

Becoming – Michelle Obama

Becoming habe ich als Hörbuch im Original gehört – ich wollte es unbedingt mit Michelle Obamas Stimme hören, da es von ihr persönlich gesprochen wird. Eine beeindruckende Geschichte, toll geschrieben und so interessant, mehr über die Hintergründe dieser Familie zu erfahren. Absolute Lese-/Hörempfehlung!

Zeitenwende – Carmen Korn

Teil 3 der Jahrhundertrilogie (hier gibt’s Teil 1 und Teil 2 zusammengefasst) macht direkt dort weiter, wo Teil 2 aufgehört hat. Insgesamt wohl der am wenigsten überzeugende Teil der 3 Bücher, alles in allem ist die Trilogie, die vier Frauen durch ihr Leben und durch das 20. Jahrhundert begleitet, aber durchaus lesenswert. Gerade im letzten Teil hat man leider ein wenig das Gefühl, dass viel Geschichte noch irgendwie mit reingepackt werden musste; in den vorhergehenden Bänden war das eleganter gelöst.

Glänze, Gespenst! – Steven M. Brown

Mal ein ganz anderes Buch – beim Stöbern in der Bücherei gefunden, und definitiv unterhaltsam. Ich bin unsicher, ob ich es gekauft hätte. Das Thema ist doch sehr weit entfernt von dem, was ich normalerweise gerne lese. Ein junger Mann unternimmt eine Schwulenkreuzfahrt und berichtet davon, immer mit dem Fokus auf seinen Gefühlen und Gedanken.

Wenn ich jetzt nicht gehe – María Dueñas

So ein schönes Buch! Ich brauchte kurz, um mich in die Zeit und die Umstände hineinzudenken, aber dann wurde es so eine spannende Geschichte. Sie entführt in eine andere Zeit, andere Probleme, andere Ansichten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kämpft der Hauptdarsteller in Mexiko mit seinem finanziellen Ruin, überquert den Atlantik und lernt eine Frau kennen – wie sollte es auch anders sein. Trotz der zu erwartenden Liebesgeschichte ein tolles Buch.

#Egoland – Michael Nast

So viele Pauschalisierungen und Plattitüden sind wahrlich schwer zu ertragen – nach etwa einem Viertel musste ich das Buch leider in die Bücherei zurückbringen und habe es dann auch dabei belassen. Das Lesen hat tatsächlich ein wenig geschmerzt…

Die Orangen des Präsidenten – Abbas Khider

Auch wenn es offiziell keine Autobiografie ist – der Roman liest sich sehr stark wie eben solche. Der Protagonist, Mahdi, kommt unter Saddam Husseins Regierung im Irak unschuldig ins Gefängnis – ohne zu wissen, was man ihm überhaupt vorwirft. Mahdi kann schließlich entkommen; viel wichtiger aber ist, wie er mit dem Gefängnisaufenthalt umgeht, seine Lebensgeschichte erzählt und seine Hoffnung nie verliert. Unglaubliche und irgendwie auch unvorstellbare Einblicke in das Leben in einer Diktatur. Absolute Leseempfehlung!

Fascism a Warning – Madeleine Albright

Aus gegebenem Anlass eine Pflichtlektüre für alle und jeden. Madeleine Albright führt den Leser durch das letzte (und das aktuelle) Jahrhundert und stellt uns seine faschistischen Führer und die Zusammenhänge, unter denen diese Männer zu Macht gekommen sind, vor.

Unberechenbar – Vince Ebert

Vince Ebert schreibt super unterhaltsam über Zufälle und das Leben im Allgemeinen. Leichte Lektüre, geht gut so zwischendurch.

Die einzige Geschichte – Julian Barnes

Mein Weihnachtsgeschenk aus 2018 – eine ungewöhnliche Liebesgeschichte eines jungen Mannes und einer deutlich älteren Frau, in der der Protagonist die zentrale Frage »Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden, oder weniger lieben und weniger leiden? Das ist, glaube ich, am Ende die einzig wahre Frage.« anhand seiner ersten Liebe erörtert.

Lost in Fuseta (I, II und III) – Gil Ribeiro

Teil 1: Lost in Fuseta

Teil 2: Spur der Schatten

Teil 3: Weiße Fracht

SO GUT! Spannende Krimis mit einem ungewöhnlichen Protagonisten. Leander Lost lebt und ermittelt mit dem Asperger-Syndrom – was seinen Kollegen das Leben oft ebenso schwer macht, wie es ihnen dieses erleichtert. Schön zu lesen und vor allem dann toll, wenn man schon mal in Portugal war und sich die beschriebenen Szenen dadurch noch etwas lebendiger und besser vorstellen kann.

Rote Vögel – Mohammed Hanif

Zu diesem Buch gibt es so viele Interpretationen, dass ich gar nicht wirklich weiß, wie ich es am besten zusammenfassen soll. Sagen wir so – es ist ein Buch, nach dessen letzter Seite man sofort Google öffnet, um all diese Interpretationen zu lesen. Man (ok, ich) wird leicht ratlos zurückgelassen. Trotzdem (oder deshalb?) lesenswert. Es beschreibt das (Über)Leben der Protagonisten in einem Flüchtlingslager: einem amerikanischen Kampfpiloten der in der Wüste abgestürzt ist, einem halbstarken und sehr gewitzten Jungen, seiner Familie und seinem Hund, der übrigens einer der Erzähler ist.

Das weibliche Prinzip – Meg Wolitzer

Natürlich geht es hier irgendwie um Feminismus – allerdings sehr angenehm (und fast schon subtil) erzählt anhand verschiedenster Themen, mit denen die Protagonistin Greer in Studium und darauffolgendem Arbeitsleben konfrontiert wird.

Der Freund der Toten – Jess Kidd

Sehr cooles Buch! Ein Krimi, der gute Laune macht. Ein außergewöhnlicher Mordfall und (größtenteils) sympathisch-verschrobene Figuren – einer davon kann sogar Geister sehen. Die Geschichte spielt, abgesehen von den Rückblicken, im Irland der 1970er Jahre, in einem ganz, ganz kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt – oder zu kennen glaubt.

Das zufällige Leben der Azalea Lewis – J. W. Ironmonger

Der Roman dreht sich um die Frage, die die Protagonistin quält: „Geschieht alles aus einem bestimmten Grund?“ Dabei wird ihr wirklich sehr ungewöhnliches und sehr zufälliges Leben nacherzählt, mit Tiefgang, Witz und einer faszinierenden Leichtigkeit.

Kurt – Sarah Kuttner

Ich bin ja bekennender Fan aller Sarah Kuttner-Bücher. Jedes einzelne davon sollte eigentlich jeder einzelne gelesen haben, da ist „Kurt“ keine Ausnahme. Jedes Mal wieder schafft sie es, ernste Themen berührend und irgendwie leicht zu beschreiben – im Falle von „Kurt“ ist das die Trauer. Dazu jetzt einfach mal ein richtig gutes Interview, das die Thematik noch deutlich besser beschreibt. (<< Link klicken)

Brief in die Auberginenrepublick – Abbas Khider

Und noch ein Abbas Khider-Buch auf der Liste! Ihr seht, er hat es mir angetan. Ich mag seine einfach Sprache, die trotzdem in die Tiefe geht. Die Spielraum für Interpretationen lässt, aber trotzdem klar vorgibt, was mit den Figuren gerade passiert. Außerdem geben seine Bücher Einblicke in eine mir so fremde Welt, dass ich sie schlicht und einfach auch spannend finde. In „Brief in die Auberginenrepublik“ versucht ein im Libanon im Exil lebender Iraker einen Brief über private, illegal agierende Unternehmen, an seine Freundin im Irak zu senden.

Schön, dass es dich gibt – Laura Malina Seiler

Was soll ich sagen… tut gut zu lesen, genau so wie ihr erstes Buch „Mögest du glücklich sein“ (<<Link). Balsam für das Herz und die Seele, immer wieder. An dieser Stelle sei auch ihr Podcast empfohlen – einfach nur gut. (Der Link verlinkt auf Spotify, ihr Podcast ist aber auch bei Apple und YouTube und sicher noch auf vielen anderen Kanälen zu finden.)

Was habt ihr in letzter Zeit so gelesen? Gibt es etwas, was ihr unbedingt weiterempfehlen würdet? Teilt es gerne gerne in den Kommentaren.

Nächste Woche geht’s mit einem richtig, richtig leckeren Rezept weiter – bis dahin: Habt ein tolles Wochenende!

Quellen:
Bilder aus der Collage: Amazon
Titelbild: Link zur Quelle


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  1. Danke für die Tipps – “Zeitenwende” und “Becoming” werde ich auf jeden Fall auch noch lesen! Dein Urteil zu “Egoland” wundert mich nicht – Michael Nast war ja schon auf der Lesung damals extrem oberflächlich und selbstverliebt 😂
    Was mich letztes Jahr total geflasht hat war “The kite Runner” – das ist zwar schon etwas älter, aber noch immer ein sensationelles Buch. Ansonsten auch gut, aber sehr provokativ: “Digitale Demenz” von Manfred Spitzer.

    1. Danke ebenso für die Tipps! 🙂 The Kite Runner habe ich auch schon gelesen, da muss ich dir zustimmen – sehr gutes und fesselndes Buch. Digitale Demenz habe ich gerade auf die Leseliste gesetzt. Ich bin gespannt!

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