Daily Business | Strickzeugs

Fast wie Kuchen backen: Ich habe eine Babydecke gestrickt!

März 3, 2018
Babydeckchen selbst stricken | kuchengeschichten

Heyho Freunde, ich habe mich an was Neues gewagt! Man mag denken, hierbei geht es um einen neuen Kuchen. Das wäre nahe liegend und ehrlicherweise hättet ihr damit auch in den meisten Fällen recht. Aber diesmal muss ich leider sagen: nee, nee, nee. Gaaaaanz kalt. Ich habe nämlich die Küche mal links liegen gelassen und, wie der Titel ja schon verrät, die Stricknadeln ausgepackt. Das Projekt: eine Babydecke, selbst gestrickt.

Fakten zur Decke und die Anleitung: hier klicken!

{Achtung: Hardcore Strick-Content voraus. Nächste Woche gibt’s wieder Foodporn und Rezepte :)}

Babydeckchen selbst stricken | kuchengeschichten

Das ging sowas von schief…

So ein echter Strickanfänger, wie es scheinen mag, bin ich ja überhaupt gar nicht. Mein Leben lang (ok ok, aber definitiv seit laaaanger Zeit) stricke ich schon verschiedenste Dinge; vor allem aber Dinge, die eher klein sind. Ein Stirnband, Babysöckchen, ein Paar Socken für Erwachsene mal hier und da, und letzten Winter dann einen Schal. Für mich. Ein richtig kuscheliger, langer, weicher, warmer Schal. Das wiederum hört sich einfacher und unkomplizierter an, als es war. Denn, man lese und lerne, ich habe in wochenlanger Handarbeit an diesem Schal gestrickt. Nur um dann festzustellen, dass er sich von beiden Längsseiten her einrollt. Buuh! So entstand dann zwar ein „Schal“, aber eher doch ein langer, langer, knubbeliger Wollschlauch, der wirklich weder schön noch gemütlich war.

Das Problem dabei war ganz einfach, dass ich auf der Vorderseite Patent gestrickt habe und auf der Rückseite einfach rechts. (Wooooah, so viel Strick-Slang! Wem das too much ist: Schaut euch ruhig einfach die Bilder an. Die sind schön und leichter verdaulich 🙂 ) Weiter im Text. Patent vorne, rechts hinten. Dadurch war die Spannung auf der Rückseite höher als auf der Vorderseite, weshalb sich das ganze immer zusammengezogen und eingerollt hat. Also alles noch mal auf Anfang: Der Schal wurde komplett (nochmal: k-o-m-p-l-e-t-t, es hat mich wirklich mitgenommen) aufgetrennt, die Wolle wieder schön säuberlich aufgerollt, und tschakka, das Ganze von vorne. Diesmal im Perlmuster, das heißt eine rechte und eine linke Masche im Wechsel, auf der Rückseite entsprechend entgegengesetzt. Und siehe da. Es klappte ganz prima. Juhu!

Babydeckchen selbst stricken | kuchengeschichten

… und dann hat’s doch noch geklappt!

Ermuntert durch dieses wahrliche Erfolgserlebnis (ähm… im zweiten Anlauf) uuuund einer Instagram-Anzeige von weareknitters bekam ich Lust auf mehr (übrigens bekommen wir beide mit dem Code MGM7ZVUL0 bei deiner ersten Bestellung eine Gutschrift von 10 € für eine darauffolgende Bestellung… [man stelle sich an dieser Stelle ein gaaaaanz unauffälliges Augenzwinkern vor]). Mehr heißt in diesem Falle: eine Babydecke. Warum? Easy – weil ich Lust auf was Größeres hatte, für eine richtige, große, „echte“ Decke aber einfach keine Geduld habe. Zack, Entscheidung für die Babydecke gefallen! Dabei habe ich mich verliebt: weareknitters ist absolute Bombe. Die Entscheidung für Wolle und Farbe war keine einfache, die Auswahl war viel, viel, viel zu groß! Nach tagelangem Rumsuchen, Entscheiden und Umentscheiden habe ich mich schlussendlich für Schafswolle aus Peru in graublau entschieden. Schöne Farbe, recht neutral, und SOWAS von weich. So, so kuschelig-flauschig-sanft-perwoll-wolken-weich. So weich, dass ich sie nicht aus der Hand geben wollte. (Und ernsthaft überlegt habe, vielleicht doch noch einen Schal daraus für mich zu stricken… kann ein Mensch jemals zu viele Schals besitzen?!) Preislich ist das ganze zwar ein bisschen happig (200 gr Knäuel >> 18 €), dafür ist ein Knäuel aber auch ordentlich ergiebig.

Und so ging’s

Gestrickt habe ich mit einer Rundnadel in Stärke 10. Die Wolle hat eine Lauflänge von 40 m/100 gr, das nächste Mal würde ich deshalb eine etwas größere Nadel nehmen. [Anmerkung: Hab danach noch eine Decke mit einer 15er Nadel und ebenfalls 41 Maschen gestrickt – wesentlich besser!] Ich fand die Maschen recht fest und eng und die Decke dadurch ein bisschen schwer. Das ist jetzt aber wirklich meckern auf hohem Niveau, denn das Ergebnis lässt sich sehen. Für die Decke habe ich 41 Maschen aufgenommen, sodass sie eine Breite von etwa 70 cm hat, und ganz simpel abwechselnd rechts und links (auf jeweils Vorder- und Rückseite) gestrickt. Das ist SO richtig einfach und umkompliziert, dass ich nebenbei sogar noch den Bachelor schauen konnte hätte schauen können. Und siehe da, welch ein Zufall: die Strickzeit für die Babydecke betrug fast ganz genau eine Bachelorstaffel! (Wenn man konzentrierter und fokussierter strickt, geht’s sicherlich auch um eiiiinges schneller… Und woher ich das weiß? Ich hab da mal sowas gelesen…; Und noch was für die Klammer: der Glamour-Blog über den Bachelor ist absolute Bombe – absolut das, mit Abstand, Beste an dieser ganzen Sendung!!!!)

Hier nochmal zusammengefasst

Du brauchst:

So geht’s:
Für eine Breite von etwa 70 cm und einer Länge von etwa 100 cm:

  • 41 Maschen anschlagen
  • je eine Masche rechts, eine Masche links im Wechsel stricken
  • auf der linken Seite (die Rückseite also) genau entgegengesetzt (erscheint eine linke Masche, wird sie jetzt rechts gestrickt und umgekehrt)
  • Beide Knäuel abstricken, abketten (<<Link zu YouTube-Video), FERTIG! 

 

Babydeckchen selbst stricken | kuchengeschichten

Das Schwerste an der ganzen Sache war es dann tatsächlich, die Babydecke nicht einfach selber für mich zu nutzen – damit auf’s Sofa kuscheln, Kamin an, ein heißer Tee in der Hand. Perfekt irgendwie auch für nicht-Babys 🙂

 

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