Die erste Hochzeitstorte im Jahre 2017 ging nach Thüringen oder, genauer gesagt, nach Creuzburg. Noch genauer: auf die Creuzburg.
{Der aufmerksame Leser merkt, dass dieser Beitrag schon ein wenig überfällig ist… was soll ich sagen: Gut Ding braucht Weil. Weiter im Text.}
So schlicht wie möglich
Janines und Bastis Hochzeitstorte war dreistöckig: mit 32cm, 26cm und 20cm im Durchmesser reichte sie locker für 65 Gäste. Serviert wurde die Torte am Nachmittag, nach dem Sektempfang und zeitgleich mit dem Kuchenbuffet. Die Reste gab’s dann gegen Mitternacht mit der Gulaschsuppe, aber traditionell hat um so eine Uhrzeit ja keiner mehr Lust auf Torte.
Der Wunsch war, eine fruchtige, leichte Hochzeitstorte zu servieren, die genau dem Geschmack des Brautpaares entsprechen sollte – wobei Basti, der Bräutigam, nicht gerne süß, dafür aber umso lieber Himbeeren isst. Und bitte, bitte kein Fondant, war der dringlichste Wunsch mit der allerhöchsten Prio.
Das Ergebnis: fruchtig-frisch!
Gesagt, getan: herausgekommen ist eine insgesamt recht leichte Torte (oder widerspricht es sich nicht eigentlich vollkommen, eine Torte als „leicht“ zu bezeichnen?) mit fruchtigen Akzenten und angemessener Süße.
Die untere (und damit größte) Torte war Schoko pur. Ein saftiger Schokoboden, der fast an einen Brownie erinnerte, mit frischen Himbeeren und einer ungesüßten Schokosahne ergaben eine großartige, nicht zu schwere Kombination.
Die mittlere Torte war eine Käsesahne aus einem weißen Boden, zwischen dem eine Creme aus Frischkäse, Joghurt und Zitronenzesten zu finden war.
Als süßer Abschluss diente ein Karottenkuchen, der abwechselnd mit einem Frischkäsefrosting geschichtet war.
Auch die Deko: minimalistisch-schick
Umgeben war jede der Torten mit einer italienschen Meringue Buttercreme, welche sowohl geschmacklich als auch farblich naturbelassen wurde. Heißt auf gut Deutsch: keine zusätzlichen Aromen und/oder Farbstoffe. Durch den leicht beigen Butter-Ton wirkte die Torte dadurch super elegant, was dank der hübschen Rosengestecke mit Schleierkraut sowie die dezenten Tupfer mit weißen Perlen ideal ergänzt wurde. Alles in Allem war die Deko also eher schlicht, aber weniger ist ja bekanntlich oft mehr – so auch, wie ich finde, hier. Die ausgewählten Details bekamen die volle Aufmerksamkeit und das Brautpaar wurde beim Anblick vor lauter Schischi und Schnickschnack nicht erschlagen – win-win also 🙂
Die Blumengestecke wurden übrigens kurz vor Servieren erst in die Torte gesteckt, nämlich in Reagenzglässchen, die ich schon beim Anrichten dort „versteckt“ hatte. So kamen die Blumen fast nicht mit der Torte in Berührung und waren extremst leicht beim Anschneiden und Essen zu entfernen. Und das, ohne eine Spur aus Plastik- oder Aluminiumfolie hinter sich herzuziehen!
Das hat drin gesteckt:
Schokotorte
- Schokoladenboden
- Himbeeren
- Schokosahne
Käsesahne
- Heller Boden
- Käsesahnecreme
Karottenkuchen
- Karottenboden
- Frischkäsefrosting
Buttercreme
Fazit:
Ein wunderschöner Tag, in wunderschönem Ambiente, mit tollen Menschen und leckerem Essen. <3
So, jetzt aber genug geschwafelt, hier nun das Bild!