<3-haft

Gerösteter Knobi oder „Essen, mit dem man sich keine Freunde macht“.

Oktober 20, 2017
Knoblauch Knolle Kräuter

Ich traue es mich kaum zuzugeben, aber ich habe vor Kurzem das allererste Mal in meinem Leben eine Knoblauchknolle geröstet.

Gerösteter Knoblauch - im Ofen in einer Stunde ratzifatzi fertig! | Kuchengeschichten.blog

Wie konnte das passieren? Und natürlich liegt auch die Frage nahe: Wie konnte ich all diese Zeit ohne im Ofen gerösteten Knoblauch überstehen? Was habe ich nur verpasst! Man drehe mein Leben etwa 15 Jahre zurück, schenke mir ein Kochbuch mit einem ausführlichen Eintrag über gerösteten Knoblauch und einer eindringlichen Aufforderung diesen sofort herzustellen, und bringe mich mit diesem Wissen wieder in die Gegenwart (an dieser Stelle fühlt sich ein „hex-hex!“ passend an, sieht nur leider so gar nicht passend aus; außerdem soll nicht der Eindruck entstehen, ich wäre irrational oder etwas dergleichen… neinneinnein, weit hergeholt, dieser Gedanke).

Na wie dem auch sei. Gerösteter Knoblauch: du hast mein Leben bereichert. Dein Geschmack, dein Geruch, deine Textur. Du bist fabelhaft, das i-Tüpfelchen auf meinem Brot, des letzte Puzzlestück in meinem Salatdressing. Und falls es noch Menschen gibt, die noch nicht in deinen Genuss gekommen und sich deshalb deines überragenden Geschmacks überhaupt nicht bewusst sind; diesen Menschen (keine Sorge, keine Scham und vor allem keine Verzweiflung – ich selber lebte lange Jahre in totaler Unwissenheit) sei hiermit geholfen: nach diesen wunderbaren Bildern kommt direkt das Rezept!

Die Galerie (oben) zeigt übrigens im Detail, wie der geröstete Knobi zubereitet wird. Oben links geht’s los, unten rechts ist die fertige, gegarte Knolle zu sehen.

Gerösteter Knoblauch

  • Portionen: soviel wie man mag
  • Schwierigkeit: super leicht
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Verleiht der ganzen Wohnung einen wunderbar aromatischen Geruch, wird butterweich und schmeckt einfach himmlisch.

Zutaten

  • 1 Knobi-Knolle
  • 2 Eßl Olivenöl
  • Alufolie

Anweisungen

  1. Ofen anschmeißen und auf 200° vorheizen, einen Rost in die mittlere Schiene schieben.
  2. Knolle äußerlich von der Schale befreien (grob reicht, sodass sie noch zusammenhält)
  3. Von der oberen Spitze etwa 1 cm abschneiden, sodass die Zehen sichtbar sind.
  4. Die Knolle (immernoch ein zusammenhängendes Stück) auf Alufolie setzen und mit dem Olivenöl großzügig beträufeln, sodass das Öl schön in die Knolle reinfließt.
  5. Die Knolle mit der Alufolie umwickeln und im Ofen mindestens 45 Minuten, besser 1 Stunde, rösten lassen. Keine Sorge, auch einige Minuten länger wirken sich nicht negativ aus… ganz im Gegenteil :).

Apropos: Diese vorzügliche kleine Knolle habe ich auch für die stinkige Pizza mit Äpfeln verwendet. Sie schmeckt auch überwältigend auf Brot geschmiert mit ein wenig Salz, in Nudelgerichten, Suppen, Salatsoßen, und, und, und. Sollte (wider Erwarten) etwas übrig bleiben, hält es sich im Kühlschrank etwa eine Woche, ansonsten einfach in den Froster verfrachten und bei Bedarf rausholen.

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